Stadtführung Menschenrechte

Jugendliche bereiten eine Stadtführung Menschenrechte vor

Menschenrechte sind die Wertebasis unserer Gesellschaft, schützen jeden einzelnen von uns und begegnen uns überall und tagtäglich. Das kann man sehr schön über eine Stadtführung Menschenrechte erfahren, die scheinbar alltägliche oder auch historische Orte und Namen mit den 30 Menschenrechten in Verbindung bringt.

Über Fairtrade Produkte im Laden können soziale Menschenrechte thematisiert werden. Die Schule steht für das Recht auf Bildung, die Bushaltestelle für Art. 13, das Recht sich frei zu bewegen. Eine Moschee im Stadtteil heißt nicht nur, dass hier Menschen islamischen Glaubens leben, sondern ist auch Ausdruck von Glaubensfreiheit. Daran schließt sich allerdings gleich die Frage an, warum Kirchen meist im Stadtkern oder Dorfzentrum sind, die Moschee aber oft im Gewerbegebiet liegt.

Das Konzept der Stadtführung Menschenrechte ist ganz einfach, lässt sich überall umsetzen und eigenet sich für Schulklassen oder Jugendgruppe ab der weiterführenden Schule.

Die Gruppe geht gemeinsam alle 30 Menschenrechtsartikel durch und sucht dafür Ort, die man in der eigenen Stadt oder im Dorf mit den Artikeln in Verbindung bringen kann. Anschließend werden 5-10 Orte für die Stadtführung festgelegt, die unterschiedliche Menschenrechte symbolisieren. In Kleingruppen werden nun die einzelnen Stationen vorbereitet. Es kann ein Interview oder Rollenspiel geplant werden, ein Kurzinput zum Menschenrechtsartikel oder Quizfragen zum Thema. Die Präsentation sollte pro Station nachher nicht mehr als 3–5 Minuten dauern und mit dem Vorlesen des Menschenrechtsartikel enden.

Die Stadtführung kann auf dem Schulgelände durchgeführt werden, auf dem Schilder stellvertretend für die rausgesuchten Orte aufgestellt werden. Noch besser ist es, wenn die Stadtführung real durchgeführt wird. Das benötigt dann aber natürlich etwas mehr Zeit und es ist wichtig, dass die einzelnen Stationen nicht zu weit voneinander entfernt sind, damit die Wegstrecken zwischen den Orten nicht zu lang werden. Zur Stadtführung können auch Gäste eingeladen werden. Etwa eine andere Schulklassen, die Eltern oder das Kollegium. Am Ende der Stadtführung erhälten aller ein Blatt mit den 30 Menschenrechtsartikeln in Kurzform.

Anleitung Stadtführung Menschenrechte (PDF)