Alltag einer Migrantin

Die Zeitzeugin

1985 wird Julia in Chisinau, damals noch Teil der Sowjet-union, geboren. Bis Juni 2000 Besuch des Gymnasiums, 9. Klasse in Chisinau/Rep. Moldau. Juli 2000 Übersiedlung mit den Eltern nach Deutschland. Bis 2001 Leben im Wohnheim: 11 Monate in einem Zimmer, Küche, WC und Dusche nur auf dem Stockwerk. Bis April 2001 Besuch der Internationalen Klasse der Hauptschule, dann Schulbesuch in der 8. Klasse Gymnasium. 2006 Erfolgreicher Schulabschluss mit dem Abitur. 2007 Studium Betriebswirtschaft mit Vertiefung Banken und Finanzen.

Zeitzeugeninterview zu den Erfahrungen einer jungen Migrantin

Ihre Eltern hatten sich entschieden, die Heimat zu verlassen, um den bereits nach Deutschland übergesiedelten Großeltern zu folgen. Julia, die in Chisinau (Kischinau) die neunte Klasse Gymnasium besuchte, wurde in Deutschland zunächst einmal in die Internationale Klasse der Hauptschule geschickt.  

Was das wohl bedeutet und wie es ist, Freundinnen, Verwandte und eine vertraute Umwelt zu verlassen, wollten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse des Kepler-Gymnasiums Reutlingen ebenso in Erfahrung bringen, wie Erlebnisse, die Julia in Deutschland begegneten.  

Das Einleben war nicht einfach, Diskriminierung und Vorurteile schlugen ihr genauso entgegen wie Ablehnung, weil sie „deutschen“ Jugendlichen den Platz in der Schule wegnehme. Den Sprung ins Gymnasium, das Abitur und dann ein Studium hat sie dennoch geschafft.  

Linktipps der Projektgruppe:http://www.bamf.bund.de/

  • www.bamf.bund.de: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet vielfältige Informationen über gesetzliche Regelungen zu Migration und Asyl, den jährlichen Migrationsbericht der Bundesregierung und über die vielfältige Unterstützungsangebote und Ansprechstellen vor Ort.
  • www.migration-online.de: Das ist die Internetseite des DGB Bildungswerk mit kompetenten Informationen, Fakten und Daten zum Thema Migration und Arbeitswelt.