Menschenrechts­kalender

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03.04.2022

2008 - Bürgerrechtler Hu Jia zu Haftstrafe verurteilt
Vor Jahren deckte Hu Jia einen AIDS-Skandal mit auf, den die Regierung vertuschen wollte. Seitdem wird Hu Jia überwacht und immer wieder unter Hausarrest gestellt. Im Jahr 2007 veröffentlichte er Artikel und Briefe, in denen er erklärte, dass die Olympischen Spiele in einem Land stattfänden, das die Menschenrechte verachte. Hu Jia wurde daraufhin inhaftiert. Seine Frau wurde unter Hausarrest gestellt. Das Pekinger Volksgericht hat den bekanntesten Bürgerrechtler Chinas am 3.4.2008 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Sechs kritische Artikel, die Hu Jia im Internet veröffentlicht hatte, und zwei Interviews, die er ausländischen Medien gegeben hatte, reichten den Richtern für dieses Urteil aus. Amnesty International nannte ihn einen Gefangenen aus Gewissensgründen. Hu wurde am 26. Juni 2011 freigelassen.