Menschenrechts­kalender

 Menschenrechtskalender

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22.12.2021

Chanukka
Das jüdische Chanukka ist ein achttägiges Tempelweihfest ("Chanukka"="Einweihung") und wird oft auch Lichterfest genannt. Es erinnert an die Vertreibung heidnischer Fremdherrscher im Jahr 164 vor Christus. Der Überlieferung nach war damals im Tempel nur noch ein einziges Fläschchen geweihtes Öl vorgefunden worden, das höchstens einen Tag lang ausreichen konnte, um die Lampe mit dem "ewigen Licht" im Tempel am Brennen zu halten. Durch ein Wunder brannte die Flamme aber acht Tage lang weiter, bis neues geweihtes Öl zur Verfügung stand. Während der acht Festtage werden nach Einbruch der Dunkelheit in der Synagoge und in den Wohnungen Kerzen angezündet, um an das Wunder zu erinnern: Am ersten Tag ein Licht, am zweiten Tag zwei ... bis am achten Tag alle Kerzen brennen.

29.12.2021

1890 - Massaker bei Wounded Knee
Ende der 1880er-Jahre schlossen sich viele Lakota-Indianer der Geistertanz-Bewegung an. Der Geistertanz war ein religiöser Krisenkult der US-amerikanischen Ureinwohner („Indianer“). Er stellt ein letztes, weitgehend friedliches Aufbäumen der Besiegten gegen die Unterwerfung und Zerstörung der indianischen Lebensgrundlagen und Stammeskultur innerhalb der USA dar. Die Bewegung prophezeite das Wiedererstarken der Indianer und verunsicherte die Weißen, obwohl die Bewegung ausschließlich aus friedlichen Zeremonien bestand. Am 29. Dezember 1890 richtete die US-Armee in der Nähe von Wounded Knee ein Massaker an den Geistertänzern an, die sich bereits ergeben hatten und entwaffnet waren. Über 350 Männer, Frauen und Kinder der Minneconjou-Lakota-Sioux-Indianer starben. Dieses Massaker zerstörte die letzte Hoffnung der Lakota auf ein friedliches Leben.