Menschenrechts­kalender

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06.11.2020

1998 - Bericht über Massaker in Mazar
Am 8. August 1998 eroberte die radikal-islamische Taliban-Bewegung mit Unterstützung von Truppen aus Pakistan die Stadt Mazar-i-Sharif im Norden Afghanistans. Nach einem Bericht des Sonderberichterstatters der UN-Menschenrechtskommission, Choong-Hyun Paik, vom 6. November 1998 wurden zwischen 4.000 und 5.000 Angehörige der Volksgruppen der Tadschiken und Usbeken, vor allem aber Hazara, ermordet. Die Hazara wurden nach dem Fall der schiitischen Safawiden und der Gründung des modernen Afghanistans, wo sie sowohl eine ethnische als auch eine konfessionelle Minderheit darstellen, immer wieder Opfer von Diskriminierung.