Menschenrechts­kalender

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03.08.2019

2008 - Autor des „Archipel Gulag“ ist gestorben
Das 1974 veröffentlichte Buch „Archipel Gulag“ gilt als eines der einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts. Alexander Solschenizyn arbeitet über 10 Jahre an dem Werk, in dem er mit Tausenden von Beispielen den stalinistischen Terror in der Sowjetunion dokumentiert. Solschenizyn selbst hatte neun Jahre Straflager und Verbannung erdulden müssen. Nach der Veröffentlichung des Buches wurde er verhaftet, ausgebürgert und in die BRD abgeschoben. 1990 wurde Solschenizyn rehabilitiert und kehrte 1994 nach Russland zurück, wo er am 3.8.2008 im Alter von 89 Jahren starb. Gleichzeitig werfen Kritiker Solschenizyn eine antisemitische Haltung vor und in seinen letzten Lebensjahren machte er sich zum Fürsprecher eines reaktionären und antidemokratischen Russlands.