Menschenrechts­kalender

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29.12.2018

1890 - Massaker bei Wounded Knee
Ende der 1880er-Jahre schlossen sich viele Lakota-Indianer der Geistertanz-Bewegung an. Der Geistertanz war ein religiöser Krisenkult der US-amerikanischen Ureinwohner („Indianer“). Er stellt ein letztes, weitgehend friedliches Aufbäumen der Besiegten gegen die Unterwerfung und Zerstörung der indianischen Lebensgrundlagen und Stammeskultur innerhalb der USA dar. Die Bewegung prophezeite das Wiedererstarken der Indianer und verunsicherte die Weißen, obwohl die Bewegung ausschließlich aus friedlichen Zeremonien bestand. Am 29. Dezember 1890 richtete die US-Armee in der Nähe von Wounded Knee ein Massaker an den Geistertänzern an, die sich bereits ergeben hatten und entwaffnet waren. Über 350 Männer, Frauen und Kinder der Minneconjou-Lakota-Sioux-Indianer starben. Dieses Massaker zerstörte die letzte Hoffnung der Lakota auf ein friedliches Leben.