Menschenrechts­kalender

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12.12.2018

2003 - Endlose Küsse erinnern an schreckliche Verbrechen
Am 12. Dezember 2003 beschließt der Deutsche Bundestag, ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen zu errichten. Tausende Homosexuelle wurden während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt und eingesperrt, viele wurden in Konzentrationslagern ermordet. Lange fanden homosexuelle Opfer kaum Beachtung. Bis 1969 blieb in der Bundesrepublik der § 175 StGB, der sexuelle Begegnungen unter Männern unter Strafe stellte, in seiner Nazi-Fassung unverändert in Kraft. Am 27.5.2008 wird dann feierlich in Berlin das neue Denkmal eingeweiht. Das Denkmal im Berliner Tiergarten hat die Form einen Kubus. In einem eingelassenen Fenster zeigt ein Filmprojektor den endlosen Kuss zweier Männer. Zwei Jahre später wird die Szene durch zwei sich küssende Frauen ersetzt.