Menschenrechts­kalender

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07.12.2018

1970 - Kniefall von Warschau
Am 7. Dezember 1970 kommt es zum sogenannten Kniefall Willy Brandts in Warschau, am Tag der Unterzeichnung des Warschauer Vertrags zwischen Polen und der Bundesrepublik Deutschland. Willy Brandt legte vor dem Ehrenmal des jüdischen Ghettos im Rahmen einer Feierlichkeit als Bundeskanzler einen Kranz nieder. Nach dem Richten der Kranzschleife kniete er vor dem Mahnmal nieder und verharrte einige Sekunden schweigend. Das Bild ging um die Welt als Geste, mit der der deutsche Bundeskanzler stellvertretend für sein Land um Vergebung bittet für die Verbrechen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Für seine Ostpolitik, deren wichtigstes Symbol der Kniefall wurde, erhielt Willy Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.